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Ausbildung zum Systemischen Berater / zur Systemischen Beraterin
unter Berücksichtigung der Arbeit mit Menschen in seelischen Krisen und/oder psychischen Erkrankungen (Mai 2012- Oktober 2014)
Zweijährige Fortbildung für MitarbeiterInnen psychosozialer Berufe, die ihre Handlungskompetenz erweitern möchten. Diese berufsbegleitende Weiterbildung befähigt MitarbeiterInnen in beratenden und leitenden Funktionen mit Einzelnen, Familien und anderen sozialen Systemen lösungs- und ressourcenorientiert zu arbeiten. Systemisches Denken soll in die Tätigkeit integriert werden und die Qualität der Arbeit sowie die Arbeitszufriedenheit erhöhen. In dieser Ausbildung wird zusätzlich zu einer systemischen Ausbildung die Arbeit mit psychisch kranken Menschen reflektiert und die Effizienz systemischen Arbeitens gerade mit diesem Personenkreis aufgezeigt.
Seminarbeschreibung
1. Seminar (3 Tage):
Methoden und Techniken systemischen Arbeitens Teil 1: Einführung in das systemische Denken, Grundlagen der systemischen Beratung, Klärung der Begrifflichkeiten, Standortbestimmung und Indikation der systemischen Beratung und Therapie
2. Seminar (3 Tage):
Methoden und Techniken systemischen Arbeitens Teil 2: Betrachtung des eigenen Arbeitsplatzes aus systemischer Sicht; Beschreibung der Systeme in denen wir leben und systemische Analyse der Zugehörigkeit (welche Rollen übernehmen wir und wer ist der Auftraggeber?) (Reiz-) Thema: Psychopharmakologie – neue Sichtweisen für den sozialpsychiatrischen Alltag.
3. Seminar (3 Tage):
Muster (Kommunikation, Verhalten), Regeln (Familien-, Team-, Gruppenregeln), Tabus in sozialen Systemen. Welche Auswirkungen haben z. B. Regeln auf das Leben von Menschen und ihre Symptome? Wie erkenne ich Regeln und nutze diese für Veränderungen? Wann, unter welchen Bedingungen ist es wichtig, Muster, Regeln und Tabus auf ihre Gültigkeit für das jeweilige System zu überprüfen?
4.Seminar (3 Tage):
Mut zu Veränderungen - Erarbeitung alternativer Sichtweisen. Ressourcen- und lösungsorientierte Beratungskonzepte. Unter welchen Bedingungen werden Veränderungen ermöglicht? Wie kann ich zu neuen/anderen Sichtweisen kommen? Übungen im Rollenspiel anhand eigener Erfahrungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
5. Seminar (3 Tage):
Lösungsorientierte Interventionen; Unterstützungsmanagement; Induktion von Veränderungsprozessen; Verfestigung der neugefundenen Lösungen; Einüben von Interventionen an mitgebrachten Fallbeispielen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen; Fördern von Veränderungsprozessen in Teams/Institutionen unter Berücksichtigung der hierarchischen Gegebenheiten.
6. Seminar (3 Tage):
Krisenmanagement: Haltung bei Krisen und Krisenbewältigung unter Berücksichtigung der speziellen Problematik psychisch kranker Menschen. Stärkung der Beraterpersönlichkeit, Umdeutung von Krisen, Lösungsmodelle, Falldarstellungen aus der Arbeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, gemeinsames Erarbeiten von neuen Lösungswegen.
7. Seminar (3 Tage):
Meine Geschichte: Vergangenheit oder aktuelle Gegenwart? Systemische Sichtweise der Beraterpersönlichkeit; - Erarbeitung mit Familienrekonstruktionen und Konstellationen. Die eigene Herkunftsgeschichte verstehen lernen und ihre Auswirkungen auf das Arbeitssystem erkennen. Meine Rolle in der Herkunftsfamilie und im Team - vergleichbar? veränderbar?
8. Seminar (3 Tage):
Systemische Beratung in speziellen Lebenssituationen; Einzelberatung, Gruppenberatung; Moderation von Helferkonferenzen, Teamsitzungen etc., Möglichkeiten und Grenzen der systemischen Beratung bei: Krankenhausaufenthalt; Wohnheim; Umgang mit neuen Lebenssituationen z. B. auch bei Zwangsunterbringungen und amtlicher Betreuung.
9. Seminar (3 Tage):
Abschluss und Abschied; Umgang mit Trennungssituationen; Beendigung von Beratungsprozessen; Reflexion der Ausbildung
Abschluss:
Die Ausbildung endet mit einer Abschlussarbeit und einem Kolloquium.
Zertifikat:
Die erfolgreiche Teilnahme wird von F.I.S.A. zertifiziert. Die Ausbildung orientiert sich an den Standards der Systemischen Gesellschaft und kann dort zertifiziert werden. Wir sind seit 2005 Mitgliedsinstitut der Systemischen Gesellschaft.
Kursleitung:
Ilse Meraki Dipl. Sozialpädagogin Systemische Therapeutin (IFW, SG) Systemische Supervisorin (IFW, SG) Dozentin für Syst. Beratung (SG) Lehrtherapeutin (SG) Langjährige Erfahrung als Theraputin und Supervisorin Eigene Praxis, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Mitarbeit von:
Jürgen Hargens Dipl. Psychologe in eigener Praxis Psychologischer Psychotherapeut Systemischer Therapeut (DGSF, SG) Systemischer Supervisor (DGSF, BDP) Lehrtherapeut (SG) Autor zahlreicher Publikationen
Gustav Renders Dipl. Sozialpädagoge Syst.Therapeut (DGSF) Syst. Supervisor (DGSF / SG) Lehrender für Systemische Beratung (DGSF)
Elke Rochus Dipl.Sozialpädagogin Systemische Familientherapeutin (SG) Systemischer Supervisorin Supervisorin und Dozentin Langjährige Erfahrung als Therapeutin.
Dr. Mathias Bergner Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Langlährige Erfahrung als Syst. Therapeut und Supervisor Spezialgebiete: Gerontopsychiatrie, Psychopharmakologie
Ausbildungsziel
Die psychiatrische Tätigkeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfordert eine gereifte Beraterpersönlichkeit, d.h. eine differenzierte Wahrnehmung auf der Sach-, Personen- und Strukturebene sowie die Fähigkeit, mit emotional brisanten Situationen umzugehen, ohne sich selbst zu verstricken. Die Ausbildung wird auf die fachliche und persönliche Entwicklung der Berater und Beraterinnen eingehen. Mit ihrer wachsenden Beratungskompetenz und der Erweiterung ihres Handlungsrepertoires sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine persönliche Stabilität entwickeln. Ein Lernziel ist, die Spannung zwischen widerstreitenden Ansprüchen und Rollenerwartungen innerhalb der sozialen Bezugssysteme der Klienten und Klientinnen zu erkennen und in praxisnahe Lösungen zu überführen. Die in der Ausbildung gemeinsam entwickelte Beraterpersönlichkeit erhöht die Wirksamkeit professionellen Handelns und bildet die Grundlage für eine gelingende Beziehungsgestaltung.
Zeitlicher Umfang
9 Ausbildungsblöcke a 3 Seminartage 14 Supervisionstage 1 Tag für das Abschlusskolloquium
Kosten
Ausbildungsgebühr pro Teilnehmer/In 3600,00 EUR zzgl. Unterkunft und Verpflegung bei den Seminaren, sowie Verpflegungskosten an den Supervisionstagen. Die Übernachtung im Hotel ist erwünscht.
Ort
Die Seminare finden im Seminarhotel „Allmanns Kroog“ in Sterup statt.
Für die Supervisionstage haben wir einen Seminarraum bei der Brücke Schleswig – Holstein gGmbH in Kiel reserviert.
Teilnehmerzahl bis 21 Personen
Zulassungsvorraussetzungen
Für die Teilnahme ist eine Tätigkeit in einem psychosozialen / pflegerischen Beruf mit abgeschlossener Berufsausbildung und zweijähriger Berufserfahrung erforderlich. Während der Ausbildung müssen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Möglichkeit haben, eigenständige Beratungen durchzuführen.
Termine für 2012
1. Seminar: 31. Mai 02. Juni 2012 2. Seminar 06. September – 08. September 2012 3 Seminar 29. November – 01. Dezember 2012
1. Supervisionstag 07 November 2012
Anmeldungen bitte bei F.I.S.A. Anmeldeschluß ist der 04. Mai 2012
Bildungsurlaub ist beantrag. Falls erforderlich können Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer beantragt werden.
Infotermin
Am Mittwoch 14. März 2012 findet für alle, die sich für sich oder ihre MitarbeiterInnen informieren möchten eine Informationsveranstaltung statt. Wir stellen die Ausbildung vor und beantworten Fragen der TeilnehmerInnen.
Ort: Brücke Schleswig – Holstein gGmbH Muhliusstr.94 Zeit: 15 :00 Uhr - 16 :30 Uhr
Anmeldung für Infotermin bis zum 28 Februar 2012 bitte bei F.I.S.A.
Information und Beratung F.I.S.A. Flensburger Institut für Systemisches Arbeiten Laikier 1a D - 24977 Langballig Tel.: 04636/9796552 Fax. 04636/976752 e. Mail: fisaflensburg @ t-online.de
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